Wann ist eine spezielle Brille für Autofahrer sinnvoll?

Erst seit wenigen Jahren gibt es spezielle Brillengläser für Autofahrer. Aber wodurch unterscheiden sich diese eigentlich von normalen Gleitsichtgläsern und viel wichtiger: Wer braucht die überhaupt?


Es ist wirklich viel, was man beim Autofahren alles gleichzeitig leisten muss: Den Verkehr beobachten, die Verkehrsschilder lesen und das Tachometer im Auge behalten. Zudem kommt noch Anfahren, Bremsen, Schalten und natürlich immer hell wach sein. Für Brillenträger entstehen sogar noch weitere Herausforderungen wie zum Beispiel eine blendende Sonne, störende Lichtreflexionen bei Dämmerung oder auch Spiegelungen bei regennasser oder gefrorener Fahrbahn. Auch ist häufig das Autofahren bei Nacht und Nebel anstrengend und unangenehm. Das alles bedeutet, dass man sich mehr konzentrieren muss. Man blinzelt somit vermehrt und reißt dann noch öfters die Augen weit auf, um die überlebenswichtigen Informationen herauszufiltern. Weniger Blinzeln führt jedoch zum Austrocknen der Augen, insbesondere bei eingeschalteter Klimaanlage und Lüftung und das wiederum verursacht gerne mal Kopfschmerzen und Augenschmerzen.

Für diese Situationen gibt es jetzt spezielle Brillengläser, die perfekt für die Sehanforderungen beim Autofahren geeignet sein sollen. Aber wie funktioniert so ein Brillenglas für Autofahrer, wie z.B. das Rodenstock Impression® Road 2? 
Diese Gläser sind in mehreren Bereichen optimiert: Eine Reduzierung der Blendung von entgegenkommenden Scheinwerfern bei Nacht und störende Reflexe erfolgt zum Beispiel durch eine spezielle Filtertönung und Entspiegelung. Zudem werden die Kontraste am Tag verstärkt, das zu einer verbesserten Wahrnehmung von Signalfarben bei normalen, sehr hellen und dunklen Lichtverhältnissen führt. Herkömmliche Brillengläser haben häufig keine symmetrischen Sehbereiche. Das wirkt sich leider störend auf das räumliche Sehen aus. Rodenstock synchronisiert beispielsweise die Sehbereiche beider Brillengläser für eine ungestörte dreidimensionale Sicht. Und ein weiteres wichtiges Detail ist der extrabreite Zwischenbereich, der weniger Kopfbewegungen beim ständigen Blickwechsel vom Cockpit zum Navigationsgerät oder Spiegel beim Einparken verursachen sollen. Zudem sind alle wesentlichen Eigenschaften erfüllt, um als vollwertige Alltagsbrille wie Fern- bzw. Gleitsichtbrille oder als Sonnenbrille mit Sehstärke eingesetzt werden zu können. So kann man auch beim Verlassen des Autos seine Brille anbehalten. Praktisch!

Unser Fazit
Natürlich kann eine spezielle Autofahrerbrille nicht zaubern und alle störenden Lichtquellen eliminieren. Und das Auto lenken, kann es leider auch nicht. Trotzdem liegen die Vorteile klar auf der Hand: Weniger Blendung, gutes räumliches Sehen, besseres Nachtsehen und besonders große Sehbereiche für einen besseren Rund-um-Blick. Hinzu kommt, dass bei einem Test des TÜV Rheinlands das Gleitsichtglas Rodenstock Impression® Road 2 speziell für Autofahrer unter die Lupe genommen und ausgezeichnet wurde. Das hört sich ja alles gut an, oder?
Die eingangs gestellte Frage besteht dennoch: Sollte sich jeder Brillenträger jetzt diese Gläser anschaffen? 
Also, wenn man kein Auto fährt und man nicht besonders lichtempfindlich ist, kann man auf die Autofahrergläser getrost verzichten. Neue Brillengläser bedeuten zudem ja auch immer eine gewisse Investition, selbst wenn man die alte Fassung behält und nur die Gläser austauschen lässt. 
Aus unserer Sicht sollten jedoch gerade Berufskraftfahrer, Pendler, Außendienstler, Paketzusteller und jeder andere Brillenträger, der täglich mehr als 2-3 Stunden mit dem Auto unterwegs ist, sich zu diesem Thema bei Gelegenheit beim Optiker beraten lassen. Denn wir finden: Sicherheit im Straßenverkehr geht immer noch vor!

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